1993 nahm Hiltrud Götze nach vier Jahrzehnten in ihrem geliebten Beruf Abschied von den Brettern, die die Welt bedeuten. Sie konnte auf ein bewegtes, reiches und erfülltes Künstlerleben zurückblicken. Ihre ersten Lebensjahre (geboren 1933) hatte sie gut behütet auf dem elterlichen Bauerngut Eulitz (Christian-Klengel-Straße 9) neben der Kesselsdorfer Kirche, schon damals der größte und heute, nach der Restaurierung, auch der schönste Hof des Dorfes, verbracht.
Nach der Schulzeit in Dresden begann sie ein Gesangsstudium, das sie im Fach "Oper und Operette" erfolgreich abschloß. Mit ihrem ersten Engagement am Stadttheater Bernburg (1954) startete sie eine glanzvolle Theaterlaufbahn. 1956 wechselte die Sängerin an das Theater der Werftstadt Wismar mit Gastvorstellungen in Rostock und Stralsund. Als Soubrette erfreute die Sopranistin u.a. in den Stücken "Zar und Zimmermann", "Der Waffenschmied", "Die verkaufte Braut", "Der Freischütz", "Der Wildschütz" und "Die Fledermaus". 1960 kam Hiltrud Götze zurück nach Dresden, an die Staatsoperette, wo sie u.a. in "Bel Ami", "Der Bettelstudent", "Ja, ja, der Papa", "Der Opernball", "Feuerwerk" und "Enrico 62" hervorragend besetzt war, neben Horst Schulze und Peter Herden auftrat. "Bel Ami" wurde damals vom Fernsehen der DDR aufgezeichnet und gesendet. Auch in anderen Musiksendungen des Fernsehens, z.B. "Tausend Dresdner Takte", gehörte die Sängerin zu den herausragenden Mitwirkenden. Am Theater trat sie übrigens immer unter ihrem Mädchennamen - Hiltrud Eulitz - auf. Und so nennt man sie auch im Dorf noch oft. Von 1972 an war die Künstlerin auch als Pädagogin an der Musikhochschule "Karl Maria von Weber" in Dresden tätig, und zwar im Fach Sprecherziehung und künstlerisches Wort. Seit ihrem Bühnenabschied wohnt Hiltrud Götze wieder in ihrem Heimatdorf und ist u.a. ehrenamtlich in der Arbeitsgruppe für Seniorenbetreuung tätig. |
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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 30 August 2006 )
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