Der letzte Bürgermeister unserer Gemeinde, der Bauernsohn Eberhard Werner, wurde 1944 in Kesselsdorf geboren. Nach dem Abitur entschied er sich für das Studium der Pädagogik in den Fächern Biologie und Sport . Bevor er in die Kommunalpolitik einstieg, das war 1989, übte er 22 Jahre lang seinen Lehrerberuf aus. Als er sich um das Bürgermeisteramt bewarb, setzte das die Mitgliedschaft in einer Partei voraus.
Werner entschied sich für die Bauernpartei, gewann das Rennen und trat am 1. August 1989 das in jenen bewegten Wendejahren besonders schwierige Amt an, in das er 1990 und 1994 als Mitglied und Mandatsträger der CDU wiedergewählt wurde. In seiner 12-jährigen Amtszeit erwarb sich Eberhard Werner mit seinem engagierten Einsatz für die Belange der Kesselsdorfer Bürger das Vertrauen der Einwohnerschaft. Sein größter Erfolg ist sicherlich der Bau eines der ersten und größten Gewerbegebiete Sachsens (140 Hektar) unmittelbar nach der Wende, der Wasseranschluß für die gesamte Gemeinde und das Entstehen einiger neuer Wohngebiete, mit denen für viele Alt- und Neu-Kesselsdorfer eine höhere Lebensqualität wahr werden konnte. Freilich reiften nicht alle Blütenträume des Bürgermeisters. Er kämpfte beharrlich für eine dringend notwendige Umgehungsstraße für die Gemeinde. Mehrmals geplant, genehmigt und immer wieder verschoben, stand der Bau auch bei Werners offiziellem Abschied noch in den Sternen. Das war am 9. August 2001. Sein Stuhl wurde frei, nachdem die Kesselsdorfer in einem Bürgerentscheid für den Anschluß des Ortes an Wilsdruff gestimmt hatten - auch Eberhard Werner hatte sich dafür stark gemacht. Ehe er den Hut an den Nagel hängte, war er der dienstälteste Bürgermeister im Weißeritzkreis. Als Ruheständler findet Altbürgermeister Werner nun mehr Zeit für den Sport und seine ehrenamtlichen Aufgaben, gegenwärtig als Präsident des Landessportbundes Sachsen. |
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 01 September 2006 )
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