Er ist ein unruhiger Geist, umtriebig und gemächlichem Rentnerleben abhold. Und weil Hans-Georg Dauterstedt nicht nur den eigenen Spaß, sondern auch das Gemeinwohl im Sinne hat und Verantwortung nicht scheut, spricht man im Dorf mit Hochachtung von ihm - obwohl er nicht zu den "Ureinwohnern" Kesselsdorfs gehört und sich erst 1993 hier ansiedelte.
Zuvor verbrachte der 1932 in Großenhain geborene Ingenieur für Stahlbau ein langes Berufsleben im renommierten Dresdner Unternehmen "Sächsischer Brücken- und Stahlhochbau", wo er bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden den Hut in Sachen Korrosionsschutz und TUL (Transport-, Umschlag- und Lagerprozesse, heute als Logistik bezeichnet) auf hatte. Und wenn eine komplizierte Aufgabe im Betrieb zu lösen ist, ruft man noch heute (und nicht vergeblich) Dauterstedt zur Hilfe. Das sei kein schlechtes Gefühl für einen Pensionär, meint er verschmitzt. Briefmarken sammelte er schon in früher Jugend, daraus entstand eine ernsthafte philatelistische Leidenschaft. Die köchelt seit 1989 freilich eher auf kleinem Feuer, denn da entbrannte seine Neugier auf die sächsische Postgeschichte. Seither ist er im gleichnamigen Verein aktiv tätig. Kaum in Kesselsdorf heimisch geworden, begann auch sein Interesse an der Ortsgeschichte. Da fand er natürlich in Egbert Steuer, der die Historie des Dorfes schon seit langem erforschte, den richtigen Partner. Folgerichtig entstand die gemeinsame Idee, eine Gemeinschaft von Interessenten zu bilden, die sich künftig der Heimatgeschichte widmen wollten - da war es nicht mehr weit bis zur Gründung des Heimatkreises Kesselsdorf, in dem Hans-Georg Dauterstedt als Vorsitzender die Fäden bis heute fest in der Hand hält. Damit nicht genug: Ein guter Teil seiner Zeit gehört der Arbeitsgruppe Seniorenbetreuung - zur Freude der Rentnerinnen und Rentner von Kesselsdorf, denen Monat für Monat ein kurzweiliges und anspruchsvolles Programm angeboten wird. |
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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 30 August 2006 )
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